Bitte kein Geld mehr auf das Treuhandkonto überweisen
Kassel, 05. September 2007. Auch die Studierendenschaft der Universität Kassel bricht den Boykott der Studiengebühren ab. Da das nötige Quorum von 3500 Teilnehmern bis zum heutigen Stichtag nicht erreicht wurde, wird das Geld der bisher 790 Teilnehmer bis nächste Woche fristgerecht an die Uni weitergeleitet. Somit ist nur noch die Uni Frankfurt im Rennen, deren Quorum bis zum 18. September erreicht sein muss.
„Dass das Quorum in Kassel nicht erreicht wurde ist sehr ärgerlich“, sagt AStA-Sprecher Sebastian Böttger. „Dennoch kann man die Teilnehmerzahl von fast 800 Studierenden als Teilerfolg werten. Immerhin haben 800 Studierende aktiv Widerstand geleistet und deutlich gemacht, dass es eben nicht immer die gleichen 100 Leute sind, die gegen Studiengebühren protestieren, wie es Ministerpräsident Koch behauptet.“
„Die Ursachen für die unzureichende Teilnehmerzahl müssen gründlich analysiert werden“, erklärt Markus Sauerwein, Sachbearbeiter für Hochschulpolitik. „Das größte Problem war wohl die Angst, die von der Landesregierung geschürt wurde. Den Studierenden muss vermittelt werden, dass es für die Hochschule unmöglich ist ein Viertel ihrer Studierenden zu exmatrikulieren. Das hätte undenkbare Folgen für die Uni, die sie nicht in Kauf nehmen könnte“, so Sauerwein weiter.
„Die Analyse wird zeigen, ob man zukünftig einen neuen Boykottversuch unternimmt. Vielleicht müssen wir dieses Konzept überarbeiten. Ein Boykott ist bei ausreichender Teilnehmerzahl, auf jeden Fall erfolgversprechend“, so Böttger abschließend.
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