Erhaltener Brief ist nicht der Gebührenbescheid!

Ihr habt einen Brief von der Uni im Briefkasten gehabt? Keine Panik! Das war nicht der Gebührenbescheid! Dabei handelt es sich lediglich um den Anhörungsbogen zur Gebührenbefreiung. Das heißt ihr könnt jetzt eure Anträge auf Befreiung von Studiengebühren stellen. Gründe sind u.a. Studierende mit Kind, Pflege von Angehörigen oder Gründe die eine unbillige Härte darstellen.

Stellen nicht aber Studiengebühren nicht für uns alle eine unbillige Härte dar? Eben!

Mit den Gebührenbescheiden ist frühestens zwischen Ende August und Ende September zu rechnen.

Achtung: Rückmeldung entkoppelt von Studiengebühren!

Vom 15.06-31.07. ist die Rückmeldung für das Wintersemester möglich. An der Uni Gießen ist die Rückmeldung entkoppelt von der Zahlung der Studiengebühren!

Das bedeutet ihr überweist den Semesterbeitrag wie gewohnt an die Uni und könnt euch bis zum 31. rückmelden, da bekommt ihr den neuen Aufdruck auf eure Chipkarte und eure Immatrikulationsbescheinigung.

Bevor die Gebührenbescheide verschickt werden, kriegt ihr die Möglichkeit eine Gebührenbefreiung zu beantragen (die Ausnahmefälle: z.B. Studierende mit Kind, leistungsbezogen etc) - jeder Antrag wird bearbeitet!!

Erst wenn die Anträge bearbeitet sind können die Gebührenbescheide an euch verschickt werden!

Dann legt ihr Widerspruch dagegen ein (Musterformulare werden euch zur Verfügung gestellt).

Der nächste Schritt ist dann, die Gebühren nicht an die Uni zu bezahlen sondern auf das Treuhandkonto.

Ihr werdet weiter regelmäßig die Neuigkeiten hier lesen können. Sagt euren FreundInnen und KommilitonInnen bescheid. Gebt die Infos weiter!

Studiengebührenboykott beschlossen!

Folgender Antrag wurde von der Vollversammlung am 30.05.2007 beschlossern:

Zum Wintersemester 07/08 werden wir - die Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen -  die Zahlung der 500 Euro Studiengebühren an die Universität boykottieren.
Die Zahlung des Semesterbeitrags wird regulär an die Universität erfolgen, die Zahlung der 500 Euro Studiengebühren erfolgt an ein anwaltlich betreutes Treuhandkonto.
Wir werden uns nicht einschüchtern lassen, von möglichen Drohungen der Landesregierung und sind entschlossen, den Boykott durchzuziehen.
Wir, die Studierenden der Justus-Liebig-Universität fordern die Landesregierung dazu auf, das Hessische Studienbeitragsgesetz mit sofortiger Wirkung zurück zu nehmen.

Wir fordern das Präsidium und den Senat der Universität auf, sich mit uns zu solidarisieren und unseren Boykott zu unterstützen.
Wir fordern die  Hochschulleitung auf, den BoykottiererInnen für die Länge des Boykotts bis zum endgültigen Urteil des Staatsgerichtshofs den Besuch der Hochschule mit allen Rechten und Pflichten von Mitgliedern der Hochschule zuzusichern.
Dies soll auch dann gelten, wenn beispielsweise die Hochschule zwischenzeitlich durch rechtsaufsichtliche Maßnahmen zur Durchführung der Exmatrikulation gezwungen werden sollte.
Darüber hinaus fordern wir alle DozentInnen der Universität auf, sich mit den boykottierenden Studierenden zu solidarisieren.

Zu erreichendes Quorum:
Die Vollversammlung beschließt ein Quorum von 5000 StudentInnen. Wenn 5000 StudentInnen die 500 Euro auf das Treuhandkonto überweisen, gilt der Boykott als erfolgreich, und dass Geld wird nicht an die Universität überwiesen.

 

Jetzt gibt´s saures!

Allen Protesten und Widerständen zum Trotz hält die CDU-Landesregierung immer noch an der Einführung allgemeiner Studiengebühren zum Wintersemester 2007/2008 fest. Studierende in Hessen sollen zusätzlich zu dem bisherigen Semesterbeitrag €500 pro Semester zahlen.

Gegen dieses unsoziale, bildungspoltisch falsche und verfassungswidrige Gesetz wollen wir auf allen Ebenen vorgehen. Da die Verfassungsklage bis zum Wintersemester nicht entschieden sein wird, wollen wir auf der studentischen Vollversammlung am 30.05.2007 darüber abstimmen, ob es an der Uni Gießen einen Boykott der Studiengebühren geben soll.

Der Studiengebührenboykott wird landesweit von Studierendenvertretungen (ASten) organisiert und von weiteren Organisationen (z.B. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW) unterstützt. Bereits beschlossen sind Boykotte an der FH Gießen-Friedberg, der FH Wiesbaden, der FH Frankfurt, der Uni Frankfurt, der Uni Marburg und der Uni Kassel.

Gemeinsam können wir einen großen Druck auf die Landesregierung und das Unipräsidium ausüben und Studiengebühren verhindern!

Dafür wird jedeR gebraucht – deine Stimme und deine Beteiligung zählt!

Alle weiteren Informationen erhaltet ihr auf der Vollversammlung*, auf der Homepage www.boykott-hessen.de und direkt beim AStA.

Wer boykottiert kann nicht verlieren aber sehr viel gewinnen!

Für Solidarität und freie Bildung!

 

* Für die Teilnahme an der Vollversammlung darf dir kein Fehltermin angerechnet werden! Sollte es dennoch Probleme geben kannst du dich direkt an den AStA (gegenüber der Neuen Mensa, Otto-Behaghel-Straße 25d) wenden.